Los: 113

England, 20. Jahrhundert
Bedeutende Reitsport-Trophäe 'The 1934 Belmont Stakes Winners Silver Salver'

Silber, getrieben und gegossen. Auf vier Füßen rundes Tablett mit profiliertem Rand.
Der Spiegel mit fünf aus Eichenlaub gebildeten, runden Kartuschen in flachem Relief,
mit historischen Darstellungen berühmter Rennpferde sowie der Inschrift 'The Belmont 1934'. Auf der Rückseite in Gravur eine Auflistung der Rennsieger von 1867 bis 1934. Marken: BZ London für 1932, MZ Lionel Alfred Crichton ( London ab 1895, später auch New York). Zusätzlich bez. 'Crichton Ltd Made in England' sowie 'London Hand Made'. D. 41 cm. Gewicht 1860 g.


Provenienz: Nachlass der Industriellen und Olympiasiegerin im Dressurreiten Gabriela Grillo.

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Zuschlag: 4.000 €

K-16A - AUKTION Teil 1
14. November 2025 um 14:00 MEZ

Literatur:

Das Belmont Stakes ist ein Pferderennen, das seit 1867 jährlich in New York stattfindet. Es ist das letzte Rennen der Triple Crown der USA. Startberechtigt sind nur dreijährige Vollblüter. Das Gruppe I-Rennen wird seit 1926 auf der Rennbahn Belmont Park Nassau County, Long Island auf der Distanz von 1 1/2 Meilen (2414m) gelaufen. Benannt sind die Belmont Stakes nach dem deutsch-amerikanischem Bankier und Politiker August Belmont. Sein Sohn August Belmont junior finanzierte den Bau der Rennbahn. Das Rennen des Belmont Park wird auch als die 'Strecke der Champions' bezeichnet, weil fast jeder bedeutende Amerikanische Champion in der Geschichte des Pferderennens auf dieser Strecke gelaufen ist. Belmont Park mit seiner landschaftlich weiten, großzügigen, leicht kurvigen Streckenführung gilt zudem als eine der fairsten Rennstrecken in Amerika. Trotz der langen Distanz tendiert das Rennen nicht dazu, Pferde zum Sieg zu führen, die mit taktischer Schnelligkeit geritten werden. So konnten im Laufe der Zeit nur relativ wenige Gewinner aus einer hinteren Rennposition die früh führenden Pferde einholen. Das Belmont Stakes zählt noch heute in Amerika zu einem der Top-Ereignisse im Pferderennsport. Allein im Jahr 2004 verfolgten 21,9 Millionen Zuschauer das Rennen im Fernsehen. Im Jahr 1934 gewann der Jockey Wayne Wright auf Peace Chance aus dem Stall von Joseph Early Widener (1871 - 1943) das Hauptrennen. Widener war eine zentrale Figur des Rennbetriebs im Belmont Park. Zudem hatte er in Miami die Rennstrecke in Hialeah Park erreichtet und war Eigentümer der Elmendorf Farm in Lexington, Kentucky. Darüber hinaus war er ein bedeutender Kunstsammler und Förderer der National Gallery of Art in Washington. Im Jahr 1912 verlor Widener seinen Bruder George Dunton und seinen Neffen Harris Elkins, als diese am 14. April mit der Titanic untergingen. Josephs Mutter stiftete daraufhin 1915 die Harris Elkins Widener Bibliothek an der Harvard Universität in Erinnerung an ihren Enkelsohn. Die Silberschmiede Crichton Brothers wurde im Jahr 1890 von Lionel Alfred Crichton in London gegründet und firmierte bis zu ihrer Schließung im Jahre 1954 unter der Adresse 29 Church Street, Kensington. Die Firma war auf die Fertigung hochwertiger Silberarbeiten und den Handel mit antikem Silber spezialisiert. Später eröffnete man zudem Zweigstellen in New York und Chicago. (Vgl.: J. Culme: The Directory of Gold & Silversmiths, Jewellers & Allied Traders, 1838-1914. London, 1987.)